Langzeitest einer Razer Lycosa – Tastenkappen nach 10 Jahren komplett durch, Rubberdome nicht | igorsLAB
Das Rubber-Coating der Handballenauflage sieht aus wie Klavierlack, zwischen den Tasten befindet sich die Brot-Notration für mehrere Tage und auf einigen Kappen sind Dellen, so tief wie der Bodensee. Durchgenudelt eben. Nach über 10 Jahren im täglichen Gaming-Einsatz eines Counter-Strike-Fanatikers darf das dann wohl auch mal so aussehen. Und der Rest?
Nein, also eine Schönheit ist diese Razer Lycosa jetzt nicht mehr. Aber elektrisch und mechanisch funktioniert sie noch richtig gut. Sogar die Rubberdome-Matte führt die vollmundigen 50 Mio. Klicks auf den mechanischen Tastern etwas ad absurdum, denn hier gingen nicht etwas die Gummiglocken in die Knie, sondern die Tastenkappen. Es zeigt also auch, dass unter den als Gaming-Zubehör recht teuer verkauften Exemplaren auch echte Dauerläufer zu finden sind. Gummiglocken müssen also nicht per se zu flachbrüstigen Schaltnoppen verkommen, wenn der Hersteller es wirklich will.
Die LED haben sehr deutlich an Leuchtkraft eingebüßt, was aber nach über 10 Jahren fast durchgängigen Betriebs auch keine großes Manko ist. Ich hatte diese Tastatur seinerzeit einem Jugendlichen vermacht, dessen Lebensziel ganz offensichtlich fern abseits des realen Lebens liegt und der dies aus gewissen Gründen wohl auch selbst so nicht mehr ändern wird. Darüber steht uns allerdings kein Urteil zu, aber ich muss ja auch den Dauereinsatz und die Betriebsstunden plausibel begründen. Zumindest der PC dürfte nur selten mal aus gewesen sein.
Tja, und WASD, dieses magische Bermudaviereck der verschwundenen Tastenkappenbeschriftungen hat auch einen Großteil des Kappenmaterials verschlungen, denn vor allem die WAS-Tasten sind durch bis auf den Stempel am Befestigungskreuz. Wäre da nicht noch der umlaufende Träger, wäre die Oberseite wohl längst schon gebrochen.
Und woran erkennt man den CS-Spieler noch? Richtig! Die Shift Taste ist nämlich vom emsigen Herumeilen auch schon fast durch und auch die Leertaste springt einem ins Auge und nicht die Spielfigur. Und trotzdem sind dies Tasten haptisch im taktilen Feeling kaum schlechter geworden, wenn man es mal mit den eher selten genutzten Tasten vergleicht. Das ist so marginal, dass man das voll vernachlässigen kann. Rubberdome geht also auch in haltbar, wenn auch dann nicht in extrem billig.
Das Fazit ist zumindest kein Negatives und die Gummimatten sind oft besser als ihr Ruf. Und wer mich mal in meinem Gerümpelkeller sehen will, darf sich auch gern noch das passende Video einwerfen:
Kommentare (11)
Besterino schrieb am
2 Nachteile: 1. zu viel Licht, dass auch auf den Monitor abstrahlt und 2. speichert die Tastatur nur jeweils das letzte Farbschema (mehrere Profile nicht möglich).
Schade, dass es von Cherry keine Flache mit n-key rollover gibt mit bissi Beleuchtung.
HerrRossi schrieb am
Besterino schrieb am
Deridex schrieb am
Lowmotion schrieb am
Corsair K irgendwas => nach über einem Jahr sind die wichtigsten Tasten unlesbar.
Dell Wireless => nach 4 Jahren brennt der Sender/Empfänger durch
Logitech G410 => nach 2 Jahren gehen die Tasten nicht mehr ohne Grundreinigung, obwohl die Tastatur nie in Betrieb war.
Cherry low profile Keyboard => bei zwei Cherrys sind nach 2-3 Jahren die Tasten abgebrochen.
Razor Lycosa => funktioniert wie am ersten Tag, aber das Coating zieht nicht nur Dreck an, sondern wird langsam flüssig.
Cherry black von < 2008 => läuft wie am ersten Tag ohne Gebrauchsspuren.